Dienstag, 13. Januar 2026

Wallbox ist montiert ... und Stadtwerke stellen irrsinnige Forderung

Da ja mein erstes E-Auto nun bestellt ist muss natürlich auch eine Wallbox her, meine Photovoltaik und die Möglichkeit das E-Auto nur mit "Strom vom Dach" zu tanken sind ja der Hauptgrund das E-Auto anzuschaffen.
Da ich jetzt keine großen Strecken mehr zu fahren habe sollte ich der Idealnutzer für ein E-Auto sein.
(Der Porsche bleibt aber auch ! Den gebe ich nicht ab !)

Nun ja ... die Wallbox soll also eine "intelligente" Wallbox sein die auch mit meinem Wechselrichter kommuniziert ... das Ziel ist es ja dass die Wallbox nur dann lädt wenn gerade Photovoltaik Überschuss ins Netz gespeist wird.
Zum Glück bekomme ich dies alles zusammen von der SMA Wallbox die perfekt mit meinem SMA Wechselrichter und meinem Homemanager zusammenarbeitet.

Die Wallbox ist zwar im Vergleich zu "normalen" Wallboxen recht kostspielig, aber sowas kaufe ich ja nicht jede Woche.
Ich habe das ganze von der selben Firma installieren lassen die auch meine Photovoltaik Anlage aufgebaut hat.
Selber machen wäre gegangen, aber dann hätte ich die Förderung dafür nicht beantragen können.

Also gut ... die ersten Hürden kamen dann mal wieder nach der Bestellung:
"Ihr Zählerschrank muss neu !"
Nicht schon wieder diese Diskussion ! Zur Installation meiner Photovoltaikanlage gab es dazu auch endlose Diskussionen, ich habe den ganzen Zähler umgebaut und ertüchtigt um ein APZ Feld (Ein leeres Feld im Zählerschrank das NIE jemand nutzen wird !) zu installieren.
Das war 2023 !
2026 gibt es wieder neue Vorschriften ... und wieder heißt es "Der Zählerschrank muss neu !"
NEIN ! Muss er nicht !
Gut ... es gibt also seit 2024 wieder eine neue Norm ... neben dem (UNGENUTZTEN !) APZ Feld braucht man nun NOCH EIN UNGENUTZTES FELD, das RfZ Feld !
Schön, so ein Zählerschrank wird vor lauter leeren Feldern bald begehbar !

Grund für dieses Rfz Feld ? Seit 2024 müssen neu installierte Verbraucher die größer sind als 4,2 KW (Wallbox haben 11 oder 22 kW !) VORGESEHEN werden von den Stadtwerken abschaltbar gemacht zu werden. Das bedeutet ich muss ein leeres Feld haben wo die Stadtwerke unter Umständen ein Schaltgerät einbauen KÖNNTEN um meine 11 KW Wallbox "abzuschalten" (ist so auch nicht ganz richtig, sie regeln sie runter !)
Was bei so einer "popeligen" 11 KW Wallbox niemals passieren wird !
Gut ... ich habe noch ein komplettes Zählerfeld frei ... hier kann ich einen Umrüstsatz montieren um dort ein RfZ Feld zu montieren ... fertig, Norm erfüllt ... 500 € verbrannt ! Den Mist hätte ich auch dann montieren können wenn er gebraucht wird ... was natürlich NIE sein wird.

Na ja ... muss man durch. wer sitzt im Gremium für diese Normen ? Hager und Co. .. was machen die ? Verkaufen neue Zählerschränke ! Fragen ?

Irgendwann hing die Wallbox, und wurde dann Vorschriftsmäßig bei den Stadtwerken gemeldet.
Warum ? Jaaaa, ganz wichtig:
Wenn man sich auf den Mist mit den abschaltbaren Verbrauchern eingelassen hat wie es der §14 des EnWG fordert hat man im Gegenzug das Recht seine Netzführungsgebühren beim Versorger zu kürzen !
Darum hat der ausführende Elektriker das ganze dort genau so gemeldet.

I meinem Jugendlichen Leichtsinn dachte ich: "Ok das war es jetzt !"
Tja, falsch gedacht, da habe ich die Rechnung ohne die Stadwerke Dülmen gemacht.

Wenige Tage später bekomme ich eine E-Mail mit einem "Angebot"
Da ich jetzt die 11 KW Wallbox installiert habe würde mein Hausanschluss nicht mehr ausreichen, ich solle 600 € bezahlen weil ich nun einen größeren Hausanschluss benötigen würde. Den Antrag aus dem Jahr 2002 haben sie netterweise gleich beigelegt auf dem geschrieben steht das ich einen 50,9 KW Hausanschluss beantragt und bekommen habe !
50,9 !!!!
Dem Laien sagt das jetzt vielleicht nichts, aber wenn beide Haushalte kochen und meine Klimaanlage läuft während im Keller Waschmaschine und Trockner laufen erreiche ich keine 10 KW ... !

Da ich gerade sehr emotional war dachte ich mir: Gibst das Thema einfach an die Firma ab die das gebaut haben ... denen geschrieben das diese Forderung vollkommen Schwachsinn ist.

14 Tage nichts gehört .... wieder dachte ich, OK sie haben sich vertan, alles gut nun ...

Wieder hatte ich die Stadtwerke Dülmen überschätzt ! Nach 15 Tagen kam eine Nachricht: Nein das würde so nicht gehen ... die 11 KW kämen auf meine 50 KW "oben drauf" ... wenn ich das anderes sehen würde dann müsste ein "Lizensierter Elektriker" in meinem Haus alle Elektrogeräte aufnehmen und bestätigen das 50 KW reichen.

Ok ! Jetzt reichts !
Dieses mal habe ich den Typen bei den Stadtwerken selbst angerufen !

Zuerst habe ich klar gemacht dass ich selbst als Elektromeister VOM FACH bin !
Dann habe ich ihm klar gemacht das 50 KW für ein Zweifamilienhaus mit Wallbox mehr als genug ist !
Und zu guter letzt habe ich ihm klargemacht dass ich die ZUGESICHERTEN 50,9 KW gar nicht abnehmen konnte bis jetzt, in meinem Hausanschlusskasten sitzen 50 A Sicherungen, dies ergibt 34,641 KVA an Leistung ... würde ich also JETZT schon 39,9 KW nutzen (und das müsste ich ja da ja die Wallbox mit 11 KW nicht mehr in meine 50,9 KW passt !) dann würden die Einspeisesicherung meines Hausanschlusspunktes regelmäßig auslösen !
Es ist also ABSOLUTER Schwachsinn dass meine 50,9 KW nicht ausreichend sein sollen ! 
Er meinte dann ich solle ihm dies per E-Mail bestätigen ... das habe ich einer langen und emotionalen E-Mail dann auch getan. Und meinen Meisterbrief gleich mit angehängt.

Meiner Meinung nach ist dies "Laien" abzocken. Ich möchte nicht wissen wie viele Leute ohne Ahnung dies bezahlen.
So viel zur Energie und Verkehrswende in Deutschland.
Was ich mich für die Photovoltaik und die Wallbox hier rumärgern musste geht auf keine Kuhhaut !

Jetzt hängt sie und tut genau das was sie soll ... und das beste: 34,641 kW reichen IMMER NOCH aus ! Denn Sicherungen im HAK hat hier niemand getauscht.




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