Montag, 25. Mai 2026

Singapur: Am Flughafen

Meine Reise ist leider wieder einmal zuende.

Ich sitze hier in Singapur am Flughafen, warte auf meinen Flieger und schreibe diese Zeilen.

Mein Fazit:
Singapur ist eine umwerfende Stadt …. Groß, bunt, vielfältig SICHER und SAUBER ! Ich bin schon weit gereist und habe viele Städte besucht, aber dieses Maß an Ordnung, Gepflegtheit und Sauberkeit ist mir bisher nur einmal begegnet, in Abu Dhabi.

Singapur ist außerdem ruhig … Abends kein Autohupen, keine Randale auf den Straßen … wenn man bei den Temperaturen denn gerne möchte so könnte man hier bei offenem Fenster schlafen.
Tolle Stadt, ich werde sie vermissen !

Und mein anderes Fazit:
Tja …. Ich hatte ja mit Angst und Sorge auf diese erste Reise alleine geblickt. Weniger die Angst irgendwie verloren zu gehen, als die Angst dass ich es hassen könnte alleine zu reisen.
Nun, dieses Fazit ist gemischt.

Es ist unbestreitbar, mit Partnerin oder Familie hätte ich hier in der kurzen Zeit niemals so viel gesehen wie ich es jetzt getan habe. Ich könnte dort verweilen wo ich wollte und weiterziehen wo es doch nicht so interessant war. Ich konnte meine Ziele alle nur nach meinem Geschmack auswählen und spontan welche hinzufügen oder entfernen wie ich wollte.

Aber …. Essen gehen ist (Mit Ausnahme meiner Foodtour) zur „Pflicht“ verkommen. 
Keine Lust schöne Restaurants zu suchen, spannendes Essen zu probieren und bei nettem Ambiente irgendwo abends oder mittags zu sitzen … es ist, genau wie befürchtet, unangenehm und einsam. Also: Irgend etwas „reinschaufeln“ und weiterziehen.

So hat es sich auch mit „verweilen“ und „Ausruhen“ verhalten … Ich hatte schlichtweg keine Lust irgendwo „schön zu sitzen“, etwas zu verweilen und einfach mal die Zeit zu genießen …. Schauen, Foto, weiter …. Höchstens mal so lange Pause machen bis man genug Energie hat um weiter zu machen. Aber auch deshalb habe ich hier so viel sehen können !

Ich werde auch weiterhin allein reisen … bleibt mir ja nichts anderes übrig !
Es ist bestimmt nicht meine Wunschauswahl, aber machbar.

Viele feiern ihren Singlestatus in sozialen Medien und wiederholen Gebetsmühlenartig wie toll das Leben und diese Freiheit ist: Ich rede mir das nicht schön: Single sein ist Scheisse ! … besonders auf Reisen !

Bis in 17 Stunden in Deutschland !

Sonntag, 24. Mai 2026

Singapur: Botanischer Garten

Der Tag gestern stellte sich am Ende als sehr viel anstrengender heraus als ich ursprünglich dachte. 

Der Grund, ich habe den Botanischen Garten von Singapur unterschätzt, massiv unterschätzt !

Der Plan war: Eine Runde durch den botanischen Garten drehen, dann die Orchard Road entlang spazieren und früh zurück ins Hotel … etwas am Pool entspannen und dann packen.

Die Realität: Ich habe den ganzen Tag im Botanischen Garten verbracht, habe dort nicht alles gesehen, habe die Orchard Road nie gesehen und bin spät ins Hotel zurück gekommen …. Wie immer: vollkommen erledigt.

Außerdem kam ER gestern, der Regen den der Wetterbericht schon seit Wochen vehement angekündigt hatte, der aber immer ausblieb … war aber nicht unangenehm …. „Schwitzi“ war eh schon nass

Nebenbei hat der Regen im Park ein paar Fotos ermöglicht die ich so sonst nicht hätte machen können.
Die paar Minuten Regen an dem Tag haben die Luft in etwas verwandelt das sich von der Konsistenz ein wenig wie Wackelpudding angefühlt hat, ich hatte ja nicht wirklich mit Abkühlung gerechnet aber DAS war heftig …. Gut dass ich schon nass war

Der Park ist Wahnsinn ! Schwer zu sagen ob dieser Park oder „Gardens by the Bay“ schöner ist, beide sind unterschiedlich gestaltet. Gardens by the Bay hat Attraktionen und „Ausstellungen“, dieser Park hier ist ein Dschungel.

In der Mitte des Parks ist die nationale Orchideenausstellung … habe ich natürlich besucht … es ist keine Ausstellung, es ist ein URWALD … überall Orchideen aus aller Welt, in allen Farben und Formen. Ich bin kein Blumenkenner, aber das war schon ziemlich klasse !

Tja, der Tag und damit meine Singapurreise gingen viel zu schnell vorbei.








































Samstag, 23. Mai 2026

Singapur: Sentosa Island

Der Tag heute ging unfassbar schnell vorbei. Mein geplantes Programm klang eigentlich gar nicht so umfangreich, am Ende reichte der Tag gerade so aus um alles zu sehen was ich sehen wollte ohne dabei in Eile zu verfallen.

Erst bin ich wieder mit dem „Grab“ los zur Cable Car Station an der HarbourFront.
Da ich ein „alle Strecken hin und zurück“ Ticket gebucht hatte bin ich zuerst auf den Mount Faber gefahren, also die entgegengesetzte Richtung meines Hauptzieles, der Insel Sentosa Island.

Der Park auf dem Mount Faber ist schön, aber auch nicht besonders groß … ein wenig spazieren gehen, ein paar Fotos machen … weiter gehts, zurück zur Cable Car Station … von dort dann direkt durchgefahren nach Sentosa Island.

Sentosa Island ist ALLES, Freizeitpark, Urwald, Museum, Strand, Erholungsgebiet und Kunstbühne … und das alles auf so engem Raum das man sich eigentlich nicht vorstellen kann dass das alles so nebeneinander funktionieren kann … Tut es aber, und das mehr als gut.

Von der Cablecar Station am „Ankunftsplatz“ von Sentosa Island bin ich direkt die 3 Minuten zur nächsten Cable Car Station gelaufen, dem Imbiah Lookout.
Mein erstes Ziel war nämlich Fort Siloso, eine alte Militäranlage die heute ein Museum ist.
Die liegt aber am anderen Ende der Insel. Also nochmal Cable Car fahren.

In „Siloso Station“ angekommen erst einmal am Shop ein wenig „eindecken“ … was zu trinken, eine Tüte Nüsse und 2 Proteinriegel … das ist deshalb wichtig zu erwähnen: Ich habe den ganzen Tag vergessen zu essen, was mir erst um 21 Uhr aufgefallen ist als ich im Cable Car auf dem Heimweg war …. Die Tüte Nüsse und 2 Proteinriegel haben mich den ganzen Tag am laufen gehalten

Ok, angekommen ! Von der Cable Car Station zum Skywalk sind es nur wenige Minuten Fußweg … der Skywalk war mal einfach nur genial ! Und kein Mensch dort unterwegs … Ich schätze die meisten kommen nach Sentosa für die Universal Studios und den Strand, alles abklappern ohne sich hinzusetzen, so wie ich, machen wohl die wenigsten.
Nach dem Sykwalk dann: Fort Siloso … die letzte halbwegs erhaltene „Küstenbatterie“ der Engländer in Singapur.
Das ganze war ein sehr spannender, lehrreicher und ergreifender Rundgang durch die „Schlacht um Singapur“ und die anschließende japanische Besetzung … viele Informationen und sogar ein Wachsfigurenkabinett.
Alles im „History Trail“ als Spazierweg ausgelegt der an einzelnen Gebäuden vorbeiführte die Ausstellungen beherbergen (UND KLIMATISIERT SIND ! )

Am Ende dieses Rundganges beim verlassen des Forts schließt sich gleich der „Coastal Trail“ an … ein Spazierweg entlang der Küste bis zum anderen Ende der Insel und zurück …. Nehm ich …. Her damit !
Nach dem „Coastal Trail“ gelangt man zum „Imbian Trail“ … also wieder durch den Dschungel zurück zum anderen Ende der Insel.


Wer hat mitgezählt ? Genau, ich habe zu diesem Zeitpunkt die Insel 4 mal von Nord nach Süd durchquert … einmal per Cable Car und 3 mal zu Fuß ! Und das wird noch mehr

Auf Sentosa merkt man aber: Singapur liegt in den Tropen … ok, am Wetter merkt man es auch so, aber hier SIEHT man es … es ist ein Dschungel, Sentosa ist trotz all der „Kirmes“ hier immer noch ein Dschungel … durch den aber richtige asphaltierte Spazierwege verlaufen.
Einen Moment läufst Du durch dichten Dschungel, biegst um eine Ecke und stehst plötzlich mitten im bunten Treiben eines Freizeitparkes voller Menschen … irre .. das existiert hier direkt nebeneinander, aber dennoch getrennt … sehr cool !

Nach nunmehr einigen Stunden (UND KILOMETERN !) Ruhe, Natur und Einsamkeit habe ich ein wenig das Treiben am „Hauptplatz“ begutachtet, mir ein wenig die Kunst und Kultursachen dort angesehen … (keine Lust auf die Fahrgeschäfte !).

Die Zeit ist bis dahin echt gerast und ein ungläubiger Blick auf die Uhr hat mir klar gemacht dass es bald schon Zeit für „Wings of Time“ ist … eine Wasser, Laser, Licht, Musik und Feuerwerksshow … das Ticket hatte ich mir schon im Vorfeld besorgt.
Eigentlich dachte ich dass ich die Zeit bis dahin würde „totschlagen“ müssen, aber in reell habe ich überlegt auf die Spätvorstellung zu warten, habe mich dann aber doch für die 8 Uhr Vorstellung entschieden.
Noch ein paar Meter am Strand spazieren dann ging es ab in „Wings of Time“ Arena.
Die Show war WOW !
Einfach super gemacht, der Zusammenspiel von Wasser und Feuerwerk … die Projektionen des Films auf eine Wasserwand, untermalt von bombastischer Musik und unterstrichen von Feuerwerkseffekten war echt der Hammer … ich habe jetzt hier in Singapur 3 Shows gesehen, DIESE war die beste … aber auch die einzige die Eintritt gekostet hat, muss man fairerweise dazu sagen !

Nach der Show habe ich mir noch den „Beach Walk“ gegönnt, einen Spazierweg entlang der Insel bis …. Fort Siloso !
Also habe ich damit nun zum 5 ten male die Insel der Länge nach durchwandert.
Und um das halbe Dutzend voll zu machen bin ich dann mit dem Cable Car von Fort Siloso wieder zurück zum „Hauptplatz“ gefahren … dort bin ich dann umgestiegen auf das Cable Car zurück zum Festland.

Und dann, wirklich erst dann … alleine in der dunklen Cable Car Kabine an einem Drahtseil hängend über dem nächtlich leuchtenden Singapur …. Ist mir aufgefallen dass ich vollkommen vergessen habe zu essen !!

Warum passiert mir sowas zuhause nie ?

Gut, also an der Cable Car Station auf dem Festland ist ein großes Einkaufszentrum/Fährenterminal … da gibt es bestimmt noch was zu essen.
Nach dem erfolglosen Versuch in einem einheimischen Restaurant was zu essen zu bekommen (Die lieben es hier dich per QR Code bestellen zu lassen außerhalb der Hawker Center … tja und bezahlen per Apple Pay … die wollen aus irgend einem Grund deine Telefon Nummer dafür haben … kannst aber nur lokale Nummern eingeben … gut, dann nicht !), bin ich dann am Ende bei KFC eingekehrt, zu müde und zu hungrig noch was anderes zu suchen !

Im Hotel angekommen …. Ohnmacht !